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Neue Regeln für Motorradbekleidung

Seit 1.Mai 2014 muss jeder Bewerber für die Klasse A, A1, A2 oder AM geeignete Motorradschutzbekleidung bei der praktischen Prüfung zum Erwerb der jeweiligen Zweiradfahrerlaubnis tragen. Die Schutzkleidung ist in der Praxis auch während aller Ausbildungsfahrten zu tragen.

Die Motorradschutzbekleidung besteht aus:

  • passendem Motorradhelm,
  • Motorradhandschuhen,
  • eng anliegender Motorradjacke,
  • Rückenprotektor, falls nicht in Motorradjacke integriert,
  • Motorradhose,

Motorradstiefeln mit ausreichendem Knöchelschutz.

Die Neuregelung gilt ab sofort und ohne Übergangsfrist. Problematisch ist, dass keine verbindliche Norm für die Schutzbekleidung genannt ist. Aus Sicherheitsgründen sollte bei der Anschaffung der Schützkleidung darauf geachtet werden, dass nur ein nach ECE-R 22/05 geprüfter Motorradhelm verwendet wird und die Protektoren eine CE-Prüfung (Norm 1621-2) haben.

Für Besitzer eines Motorradführerscheins ändert sich nichts!

Welche Motorradschutzausrüstung man beim Zweiradfahren im Alltag benutzt ist in großem Maß eine persönliche Entscheidung. Der Gesetzgeber regelt nur das Mindestmaß an Schutzausrüstung.

Die nachfolgenden Ausführungen geben einen Überblick zu den gesetzlichen Vorschriften und rechtlichen Folgen rund um die Motorradschutzausrüstung.

Quelle: ADAC

 

Motorrad Unfall auf dem Feldweg

Das OLG Koblenz hat mit Urteil vom 15.10.2012 (Az. 12 U 819/11) entschieden, dass ein Kraftradfahrer auf einem nichtzugelassenen Motorrad und ein Fußgänger bei einem Zusammenstoß auf einem Feldweg zu jeweils 50 Prozent haften, wenn sich der Fußgänger dem Motorradfahrer erkennbar als Hindernis in den Weg stellt und ihn am Vorbeifahren hindern will. Im vorliegenden Fall wollte der Fußgänger den Motorradfahrer an der Durchfahrt hindern und stellte sich daher mitten auf den Feldweg und droht mit der Faust. Der Fahrer versuchte dennoch auf dem nur 2,40 m breiten Feldweg an ihm mit einem Abstand von ca. 65 cm vorbeizufahren. Dabei kam es zu einem Unfall, bei dem sich der Fußgänger verletzte. Der Fußgänger bekam eine Teilschuld zugesprochen, da er den Fahrer nötigte und den Unfall mit seinem Verhalten provoziert hat. Der Umstand, dass das Motorrad nicht zugelassen war blieb dabei unbeachtlich. Auch der Motorradfahrer muss die Hälfte des Schadens übernehmen, da er verpflichtet gewesen wäre anzuhalten und zu warten, bis ihm der Fußgänger aus dem Weg geht

Quelle: ADAC

Interessante Motorrad-Urteile

Eine böse Überraschung erlebte jüngst der Verkäufer eines Motorrads vor dem Landgericht Karlsruhe, Az: 6 O 375/12, Adajur-Doc.: 102380.

Der Verkäufer beantwortete dem Käufer beim Kauf des Bikes die Frage nach der Anzahl der Vorbesitzer des Motorrads mit 0. Er wollte damit – so erklärte er es jedenfalls später – ausdrücken, dass das Motorrad in Deutschland noch nicht zugelassen gewesen war bzw. in Deutschland keinen Vorbesitzer gehabt habe.

Tatsächlich war das Motorrad in der Vergangenheit aber schon im Ausland zugelassen.

Als der Käufer dies später merkte wollte er den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten. Da der Verkäufer dies verweigerte, kam die Sache letztlich vor Gericht. Das Landgericht kam hier schließlich zu dem Ergebnis, dass die Formulierung „Vorbesitzer 0“ nicht auslegungsfähig ist und absolut wörtlich zu nehmen ist. Weicht die Wirklichkeit hiervon ab, so hat der Käufer alle Rechte zur Anfechtung des Kaufs.

Auf Grund dieses Urteils ist es jedem Verkäufer eines Motorrads dringend anzuraten, nur absolut zutreffende Angaben zu den Vorbesitzern zu machen und im Zweifelsfall lieber keine entsprechende Erklärung abzugeben.

Quelle: ADAC

Falsch geparkter Pkw war gestohlen

Falsch geparkter Pkw war gestohlen
Ein Anwohner der Grimmstraße teilte der Polizei am frühen Nachmittag des Montag telefonisch mit, dass vor seiner Grundstückseinfahrt ein Pkw abgestellt worden war. Der VW war unversperrt und der Schlüssel habe gesteckt.

 

Von Pkw gerammt – Radfahrerin bei Zusammenstoß verletzt [0]
Rüppurr (pol/kb) – Bei einer Kollision mit einem Pkw wurde an der Einmündung Resedenweg/Rosenweg am Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr eine 14-jährige Radlerin mittelschwer verletzt.

 

Polizei: Rasern Einhalt gebieten
Die Polizei ahndete 60 Verstöße. Dabei wurden allerdings mehr PKW-Fahrer (34) als Motorradfahrer (26) erwischt.In jeweils 13 Fällen mussten Ordnungswidrigkeitenanzeigen vorgelegt werden, hier wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h überschritten.